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ISBN13: 978-3-17-017622-5 >> zum Online Shop

Von der humanisierenden Kraft des Scheiterns
Scholz, Stefan


Tabori, George

Untertitel
Georg Tabori - Ein Fremdprophet in postmoderner Zeit

Rückentext
Das Leben zur Sprache bringen und den Glauben lebensrelevant deuten - in
erster Linie ist dies keine Frage effizienterer Rhetorik, sondern
existentieller Auseinandersetzung mit dem eigenen Scheitern. Es ist kein
Desiderat, sondern, nach Auschwitz, unhintergehbare Voraussetzung, um ein
Gespür und Verständnis für die menschliche Existenz im Kontext der
Postmoderne zu entwickeln. Das literarische Werk George Taboris,
herausragend seine Theaterstücke, durchzieht wie ein roter Faden die immer
neue Beschäftigung mit der Erfahrung des Scheiterns. In seiner Arbeit mit
den Schauspielern wird das persönliche Scheitern, ausagiert im Schutz der
Rolle, zum Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Kreativität. Nach
Auschwitz gibt es, so Tabori, keine andere Form der Humanität, als jene,
die aus der Akzeptanz des eigenen Scheiterns erwächst. Die Frage des
Menschen nach Gott und nach sich selbst angesichts des Scheiterns bewusst
zu halten und stets neu zu stellen, ist nach Auschwitz geradezu ein
Postulat der Theologie. In der Auseinandersetzung mit dem Theaterwerk
spricht als Fremder über Fremdes zu Fremden.

Dr. Stefan Scholz ist Priester am Frankfurter Dom und Mitarbeiter an der
Katholischen Akademie Rabanus Maurus.


Übergeordnete Reihe:

Praktische Theologie heute