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ISBN13: 978-3-17-018820-4 >>
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Rückentext
Mit Beiträgen von
Angelika Bönker-Vallon, Helmut Börsch-Supan, Michael Bordt, Gisela Dischner, Reinhard Falter, Genja Gerber, Manfred Görg, Alois M. Haas, Rüdiger Haas, Hans-Joachim Jürgens, Eva Koethen, Otto Ludwig, Peter Nitschke, Thomas Ogger, Markus Riedenauer, Christoph Rinser, Luise Rinser, José Sánchez de Murillo, José Saramago, Christian Schneider, Harald Seubert, Hubert Stuppner, Martin Thurner, Christian Ude, Karl Heinz Witte, Kurt Wolf u.a.
Die abendländische Philosophie hat den Menschen wesenhaft vom Intellekt her interpretiert. Dadurch ist ein einseitiges Selbstverständnis entstanden, das nun der Weltkultur zugrunde liegt. So gewinnt die Wissenschaft immer mehr an Macht, der gleichsam verkürzte Mensch wird dagegen ärmer und zerrissener. Ein solches Missverständnis kann nur von einer neuen Bestimmung ausgeräumt werden, die das Wesen des Menschen in seiner ganzen Tiefe und Weite erhellt. Dazu soll die Interpretation des Menschen von der Sehnsucht her beitragen. Als Tiefenphänomen meint Sehnsucht nicht ein Gefühl, sondern jene umfassende Grunddynamik des menschlichen Wesens, die sowohl das Transzendenzvermögen als auch die Rückbindung an seinen tellurischen Ursprung ermöglicht. Die Beiträge des vorliegenden Bandes eröffnen neue weite Horizonte: Künstler, Philosophen, Theologen, Literaten geben Einblicke in die Dimension des Ursprünglichen und Schöpferischen, die der Philosophie zugrunde liegt, von ihr selbst jedoch immer weniger beachtet wurde.
"Aufgang" ist die sinngemäße Übersetzung des griechischen Grundwortes "Physis". Mit diesem Ausdruck bezeichneten die ersten Philosophen, die frühgriechischen Vorsokratiker, die Gesamtheit des Seins als das Entstehen und Werden des leiblichen Lebens. Das Denken des Aufgangs ist durch die ursprüngliche Einheit der Trias Liebe, Leben, Leib gekennzeichnet. In Ergänzung zur Publikationsreihe Ursprünge des Philosophierens werden in den Jahrbüchern Aufsätze und kleinere Beiträge zur Erneuerung eines Denkens veröffentlicht, welches die anfängliche Zusammengehörigkeit von Erfahrung und Vernunft im Menschen anzielt. Deshalb ist das Spektrum des Jahrbuches nicht nur interdisziplinär ausgerichtet, sondern öffnet sich insbesondere auch den Selbsterfahrungen des Menschen in Dichten und Musik.