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ISBN13: 978-3-17-019318-5 >>
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Rückentext
Mit Beiträgen von Chris Bezzel, Anton Bierl, Eugen Biser, Gisela Dischner, Reinhard Falter, Ezequiel García Rojo, Wolfgang L. Gombócz, Giovanni Grandi, Rüdiger Haas, Walter Haug, Joachim Heil, Karin Hutflötz, Josefa und Maranatha, Thomas Krenski, Christian Lenze, Otto Ludwig, Hubertus Lutterbach, Friedemann Maurer, Friederike Mayröcker, Zubin Mehta, Peter Nitschke, Renate Potjan, Edgar B. Pusch, Rita del Río, Renate M. Romor, Alessandro Salice, José Sánchez de Murillo, Francisco Javier Sancho Fermín, Erdmut J. Schädel, Holger Schmid, Hermann Schmitz, Theo Stammen, Ingrid Strohschneider-Kohrs, Martin Thurner, Marisa Vadillo und anderen
Ursprünglich geschieht die Selbsterfahrung des Menschen von der Frische des spielenden Kindes her, das in ihm verborgen liegt. Ausgehend von der Alltagserfahrung, die beides - Kind und Spiel - in Zusammenhang bringt, wird das Thema derart vertieft, dass aus bekannten anthropologischen Phänomenen ungeahnte Urphänomene des Seins gewonnen werden: Spiel als Grundform des Seinsgeschehens, Kindheit als das Anfängliche überhaupt. So nennt das Paar Kind-Spiel das Tiefenphänomen von Geburt und Selbstermöglichung des Lebens: Selbsterneuerung aus dem eigenen Urquell ('das Kindliche'). Von daher das abgründige Drama des Existierens mitspielend, erreicht der Mensch die kosmische Urtiefe und die transzendentale Höhe, die seinem Dasein Gewicht und Würde verleihen. Im vorliegenden Band suchen herausragende Künstler, Literaten, Philosophen, Theologen nach dieser ursprünglichen Dimension, in der die Fülle vollen Lebens und tiefer Liebe neu erfahren werden kann.
"Aufgang" ist die sinngemäße Übersetzung des griechischen Grundwortes "Physis". Mit diesem Ausdruck bezeichneten die ersten Philosophen, die frühgriechischen Vorsokratiker, die Gesamtheit des Seins als das Entstehen und Werden des leiblichen Lebens. Das Denken des Aufgangs ist durch die ursprüngliche Einheit der Trias Liebe, Leben, Leib gekennzeichnet. In Ergänzung zur Publikationsreihe Ursprünge des Philosophierens werden in den Jahrbüchern Aufsätze und kleinere Beiträge zur Erneuerung eines Denkens veröffentlicht, welches die anfängliche Zusammengehörigkeit von Erfahrung und Vernunft im Menschen anzielt. Deshalb ist das Spektrum des Jahrbuches nicht nur interdisziplinär ausgerichtet, sondern öffnet sich insbesondere auch den Selbsterfahrungen des Menschen in Dichten und Musik.